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Die deutsche Wirtschaft wird der Rezession im Jahr 2024 voraussichtlich knapp entkommen: ifo-Xinhua

Menschen besuchen am 19. Januar 2024 während der Internationalen Grünen Woche in Berlin, Deutschland, einen Stand mit Obst und Gemüse. (Foto von Ren Pengfei/Xinhua)

Deutschlands größter Wirtschafts-Thinktank ifo hat am Mittwoch seine Wachstumsprognose für die Wirtschaft des Landes im Jahr 2024 von 0,7 Prozent im Januar auf 0,2 Prozent gesenkt.

BERLIN, 6. März (Xinhua) – Das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat am Mittwoch seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 von 0,7 Prozent im Januar auf 0,2 Prozent nach unten korrigiert.

Europas größte Volkswirtschaft sei „gelähmt und fällt spürbar hinter andere große europäische Länder zurück“, sagte die größte deutsche Wirtschafts-Denkfabrik.

Während in anderen europäischen Ländern seit Herbst 2023 eine allmähliche Erholung zu verzeichnen war, schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal des vergangenen Jahres um 0,3 Prozent. Besonders stark schrumpfte laut ifo die Wertschöpfung in der Industrie und im Baugewerbe.

„Konsumzurückhaltung, hohe Zinsen und Preissteigerungen, die Sparmaßnahmen der Regierung sowie die schwache Weltkonjunktur dämpfen derzeit die Konjunktur in Deutschland und führen zu einer erneuten Winterrezession“, sagte ifo-Experte Timo Wollmershäuser in einer Stellungnahme.

Ein Kunde kauft am 8. November 2023 in einem Supermarkt in Berlin ein. (Xinhua/Ren Pengfei)

Aufgrund der gescheiterten Umverteilung der Corona-Hilfsgelder für Klimamaßnahmen war die Bundesregierung gezwungen, ihr geplantes Budget deutlich zu kürzen. Besonders betroffen sind Verbraucher, da Sozialleistungen gekürzt und gleichzeitig die Steuern auf Energie und Flugreisen erhöht wurden.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird im ersten Quartal dieses Jahres voraussichtlich um 0,1 Prozent sinken. Wollmershäuser stellte fest, dass „die Wirtschaftsleistung zur Jahresmitte hin anziehen wird, da die Zins- und Preisbelastungen allmählich wegfallen und die Kaufkraft der Verbraucher steigt.“

Nach dreijährigem Rückgang im Zuge der Pandemie und der darauffolgenden Energiekrise sind die Reallöhne in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 leicht um 0,1 Prozent gestiegen. Im Gegensatz dazu stieg die Inflation im gleichen Zeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 5,9 Prozent.

Nach Angaben des ifo-Instituts wird die deutsche Inflation im Jahr 2024 voraussichtlich bei durchschnittlich 2,3 Prozent liegen und damit leicht über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent liegen.

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